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Fichtenammer
Pine Bunting
Emberiza leucocephalos

Niedersachsen, 25-11-2015
© Arne Torkler



2015-11-26   1
Ralph Martin

Foto: Fichtenammer von Arne Torkler
Hey Arne!

Wie sah den der Vogel im Feld aus, bzw. was hat den im Feld für Fichtenammer gesprochen? Auf dem Foto sind auf meinem Bildschirm die Flanken und der Überaugenstreif deutlich gelblich, der Nacken grünlich.

Viele Grüße!
Ralph

[bearbeitet 2015-11-26]


2015-11-26   2
Arne Torkler

Foto: Fichtenammer von Arne Torkler
Zitat Ralph Martin

Hey Arne!

Wie sah den der Vogel im Feld aus, bzw. was hat den im Feld für Fichtenammer gesprochen? Auf dem Foto sind auf meinem Bildschirm die Flanken und der Überaugenstreif deutlich gelblich, der Nacken grünlich.

Viele Grüße!
Ralph

Moin Ralph,

im Feld hat für Fichtenammer alles gut gepasst. Es waren keine Gelbtöne zu erkennen (weder auf der Brust/Flanke/Bauch noch im Überaugenstreif oder an den Federsäumen), Flankenstrichel besonders im unteren Bereich deutlich kastanienbraun, Der Nacken war grau. Bauch hell (nicht leuchtend weiß, aber das war bei dem Licht auch schwer zu beurteilen). Kopfzeichnung auffällig mit dunkelbraunen Ohrdecken und auffälligem weißlichem Fleck im hinteren Bereich der OD. Federränder oberseits bräunlich, Bürzel kastanienbraun. Eine aberrante Goldammer schließe ich aufgrund der erkannten Kennzeichen, insbesondere der Brauntöne undder Kopfzeichnung eigentlich aus, da ich nichts gelbliches sah, sprach erstmals nichts gegen FA.

Fotos unter sehr schlechten Bedingungen mit hoher ISO (1600) und größerer Entfernung. Scheinbar sind die Farben durch die Bearbeitung (MG hat freundlicherweise das Foto aufgehellt und Tonwertkorrektur vorgenommen, da Original durch Weißabgleich viel zu rötlich war) etwas verändert. Leider habe ich nichts besseres hinbekommen, weitere Fotos sind noch schlechter. Vogel war scheu und als er näher dran war, lag die Kamera noch im Auto. Das Foto ist das letzte bevor er gestern abflog. Zum Vergleich unten der unbearbeitete Originalausschnitt. Als Beweis reicht das sicher nicht, aber ich dachte lieber einen schlechten Beleg einstellen, als gar nichts.

Da der Vogel aber heute morgen quasi an der selben Stelle wieder gesehen wurde, hoffe ich auf bessere Bilder, falls die Ammer bleibt.

Zur Situation: Gestern waren vor Ort bis zu 120+ Goldammern, heute zunächst nur bis 30 Ind. (ich bin gegen 10:30 gefahren). An der Straße steht ein isoliertes größeres Gebüsch, in dem Bereich war der Vogel gestern und heute morgen. Er fliegt aber auch alleine ab oder bleibt als einziger Vogel sitzen, wenn alle Goldammern abfliegen. Insgesamt sehr mobil! Die Ammern verteilen sich in der Umgebung auf einer Fläche von 3-4 Quadratkilometern. Ich denke morgens oder Nachmittags sind die Chancen am größten. Allerdings haben wir heute deutlich kälteres und das erste Mal seit Tagen sonniges Wetter, ob sich das auf die Vögel dort auswirkt, weiß ich natürlich nicht.

AT



[bearbeitet 2015-11-26]


2015-11-26   3
Oliver Nüssen

Foto: Fichtenammer von Arne Torkler
Ich habe situationsbedingt heute früh leider keine Fotos hinbekommen, aber der Vogel sah live deutlich besser aus, im Feld habe ich (wenn auch bei schwierigem Licht) kein Gelb gesehen, bei den anwesenden Goldammern hingegen immer. Die Foto-Färbung ist anscheinend sehr durch die ISO-Zahl beeinflusst.

Dass bessere Fotos noch zum Ausschluss einer reinen Fichtenamner führen können, versteht sich.


2015-11-26   4
Ralph Martin

Foto: Fichtenammer von Arne Torkler
Danke für die Ausführungen! Seh das Foto hier auch nur auf einem Bildschirm dessen Farbwiedergabe ich nicht wirklich kenne. Isozahlen in "normalen" Bereichen und entsprechender Pixelabdeckung - was hier alles gegeben ist - verändern Farben maximal geringfügig. Billige Kameras können hiervon vielleicht abweichen.

Der Weißabgleich kann dagegen durchaus eine Gelbfärbung betonen oder verschwinden lassen.
Auf dem neuen Foto erkenne ich bspw. keinen Gelbton mehr.

Grüße!
Ralph


2015-11-26   5
Lutz Ritzel

Foto: Fichtenammer von Arne Torkler
jegliche Bildbearbeitung, die im weitesten Sinne in das Farbmanagement eines Bildes eingreift, sollte man m.E. lassen, wenn es um die Bestimmung schwieriger Arten geht, bei denen ein Farbstich in die eine oder andere Richtung schon erheblich zur Bestimmung beitragen kann.
Ich arbeite z.B. sehr gern mit der Photoshop-Funktion "Tiefen/Lichter", weil man damit schwierige Lichtsituationen bis zu einem bestimmten Grad sehr schön ausgleichen kann. Man fängt sich dabei allerdings in der Regel eine sichtbare Erhöhung der Rot- und Gelbanteile ein, die müssen dann in einem weiteren Schritt wieder "zurückgedreht" werden. Was für normale Motive durchaus praktikabel ist, sollte in heiklen Fällen auf jeden Fall ein Tabu sein, ansonsten könnte man durch (un)gewolltes Herumspielen an den Farbkanälen ja z.B. aus jedem Zilpzalp einen Taigazilpzalp machen, und wer will das schon...

Beste Grüße
Lutz

[bearbeitet 2015-11-26]


2015-11-26   6
Sebastian Hennigs

Foto: Fichtenammer von Arne Torkler
Solange man vor dem Fotografieren keine Farbkarte neben den Vogel stellt, wird man nie eine farbgetreue Wiedergabe erreichen. Das Problem fängt mit den eingestellten Weißabgleich an, nicht mit der Bildbearbeitung.

Gruß
Sebastian