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Strandpieper
Eurasian Rock Pipit
Anthus petrosus

Niedersachsen, 20-03-2021
© Frank Sudendey



2021-03-21   1
Thomas Kuppel

Foto: Strandpieper von Frank Sudendey
Moin zusammen,
ich hätte diesen Vogel als Bergpieper bestimmt, weil die rosa-graue Brust und die nicht sehr kontrastierende Strichelung sowie der graue Kopf besser zu dieser Art als zum Strandpieper passen.
Wie seht Ihr das?
Gruß, Thomas.


2021-03-21   2
Jochen Dierschke

Foto: Strandpieper von Frank Sudendey
Zitat Thomas Kuppel

Moin zusammen,
ich hätte diesen Vogel als Bergpieper bestimmt, weil die rosa-graue Brust und die nicht sehr kontrastierende Strichelung sowie der graue Kopf besser zu dieser Art als zum Strandpieper passen.
Wie seht Ihr das?
Gruß, Thomas.


Da bin ich anderer Meinung. Das ist ein typischer littoralis-Strandpieper im PK (littoralis hat im Ggs. zur Nominatform ein richtiges PK). Das sieht man so ab Ende Februar und zur Zeit haben wir mehrere solche Vögel auf Helgoland, wo derzeit recht viele Strandpieper rasten. Bei diesem Vogel fällt die deutliche Strichelung auf, die Unterseitenfärbung ist recht orange und der Überaugenstreif ist sehr schwach ausgeprägt. Es gibt Strandpieper, die noch Bergpieper-ähnlicher aussehen und die Bestimmung kann dann sehr schwer sein!

s.a. im neuen Shirihai & Svensson und Alström & Mild (1997): Die Bestimmung des Wasserpieper-Komplexes: Berg- Anthus spinoletta, Strand- A. petrosus, Pazifikpieper A. rubescens und Rosenpieper A. roseatus. Limicola 11: 1-24.


2021-03-22   3
Thomas Kuppel

Foto: Strandpieper von Frank Sudendey
Danke Jochen,
mal wieder lehrreich!
Grüße, Thomas.


2021-03-24   4
JW

Foto: Strandpieper von Frank Sudendey
sieht man auch im Cuxland ab Ende Februar reichlich entlang der Küste - ist als Ornitho-Regionalkoordinatoor ein ewiger Kampf mit "Bergpiepern"


2021-03-28   5
Frank Sudendey

Foto: Strandpieper von Frank Sudendey
Moin zusammen,

hinzufügen kann ich noch zu diesem speziellen Individuum, dass es pausenlos seinen leisen Plaudergesang erklingen ließ und somit wohl ein Männchen gewesen sein sollte. Ähnliches hatte ich auch schon bei einigen anderen prächtigen Individuen beobachten bzw. heraushören können in den letzten Jahren, allerdings auch bei so manchem schlicht gefärbten Vogel.

Vielleicht handelt es sich bei diesen besonders prächtigen Strandpiepern grundsätzlich um alte Männchen, und mglw. gibt es bei dieser Art einen mittelmäßig ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus ;-)

Im vergangenen Winter konnte ich zwei beringte Individuen finden, die beide von Makkevika (Norwegen) stammten. Gibt es eigentlich auch Ringfunde mit Bezug zur Nominatform in D.? Oder überwintert die gar nicht bei uns?

BG. von Frank