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Rabenkrähe
Carrion Crow
Corvus corone

Nordrhein-Westfalen, 06-11-2013
© Winfried Scharlau



2020-03-09   1
Winfried Scharlau

Foto: Rabenkrähe von Winfried Scharlau
Eine weiße Rabenkrähe wird auch im Jahr 2020 noch immer wieder an fast derselben Stelle gesehen. Dieselbe??


2020-04-05   2
Achim Zedler

Foto: Rabenkrähe von Winfried Scharlau
Dieser Vogel hat eine Melaninsynthesestörung vom Typ Braun in sehr fortgeschrittenem Zustand. Bitte für solche Vögel nicht immer albinotisch, teilalbinotisch, leuzistisch oder teilleuzistisch verwenden, da dies fast immer nicht richtig ist. Wer mehr dazu lesen will:


http://www.do-g.de/fileadmin/do-g_dokumente/Vogelwarte_53_2015-2.pdf


2020-04-05   3
Laurin Temme

Foto: Rabenkrähe von Winfried Scharlau
Bei dem aktuell in Münster (Gievenbeck) beobachtete Vogel handelt es sich für mich eindeutig um einen Albino (rosa Beine & Schnabel, rote Augen). Diese Merkmale werden in dem Artikel ja so treffend als pathognomonisch beschrieben. Fotos dieses Vogels findet man hier:

https://www.ornitho.de/index.php?m_id=54&mid=507347

Die roten Augen waren im Feld sichtbar.


Kleine Anmerkung:

Winfried Scharlau schrieb in seinem Kommentar lediglich von einer weißen Krähe, also halte ich den Kommentar hier für nicht ganz nötig. Der Original Post des Bildes war bereits im Jahr 2013! Die im Artikel als neue Abtrennung bzw. Erkenntnisse präsentierten Ergebnisse stammen aus dem selben Jahr und der Artikel ja sogar aus Mai 2015.

Besten Gruß,
Laurin Temme


2020-11-08   4
Winfried Scharlau

Foto: Rabenkrähe von Winfried Scharlau
Eine Rabenkrähe wie die von mir am 6.11.13 fotografierte wird regelmäßig im Westen von Münster gesehen.
Vorweg möchte ich sagen, dass ich die Krähe mit Laurin Temme für albinotisch halte. Hat Achim Zedler die Krähe jemals gesehen? Ich habe jetzt die unbestätigte, aber nicht unglaubwürdige Meldung erhalten, dass der Vogel von 2013 von einem Jäger erlegt wurde. Das legt folgende Überlegung für den derzeitigen Vogel nahe: Die Einzelheiten der Vererbung von Albinismus sind nicht restlos geklärt. Aber jedenfalls wird diese Anlage rezessiv vererbt. Demnach müssen beide Elternvögel diese Veranlagung gehabt haben. Rein statistisch sollte von ihrer Nachkommenschaft ein Viertel albinotisch sein. Nun schließen Rabenkrähen in aller Regel eine lebenslange Ehe. Es ist also durchaus plausibel, dass bei späteren Bruten wieder albinotische Nachkommen aufgetreten sind. Das könnten die in den letzten Jahren beobachteten weißen Krähen sein. Diese wären also alle Geschwister gewesen. Man könnte auch fragen, ob die derzeitige weiße Krähe ein Nachkomme der von 2013 sein könnte. Das erscheint unwahrscheinlich. Alle Beobachtungen - ich habe extra darauf geachtet - deuten darauf hin, dass die weißen Krähen unverpaart waren. Sie wurden auch von den anderen gemobbt, wenn auch nicht intensiv. Auch hätte die weiße Krähe von 2013 dazu zufällig einen Partner finden müssen, der ebenfalls diese Veranlagung gehabt hat. Das wäre an sich wegen der Seltenheit des Phänomens sehr unwahrscheinlich, in diesem Fall aber vielleicht denkbar, da ja als Partner die Geschwister zur Verfügung standen, von denen auch die schwarzen mit einer Wahrscheinlichkeit von 2/3 die Veranlagung "albinotisch" haben.

[bearbeitet 2020-11-10]